Der Abbruch des Pfarrsaales aus den 1960er Jahren gibt den Blick zum altehrwürdigen Pfarrhof wieder frei und zeigt das städtebauliche Entwicklungspotential diese Stadtteiles. Im Sommer ist der Baubeginn für den neuen Pfarrhof geplant, der erdgeschossig, in Holzbauweise weiter Richtung Osten im Bereich der Pfarrwiese errichtet werden soll. Das neue, sehr ansprechende Gebäude der Pfarre wird zur Gänze barrierefrei sein und bietet den vielfältigen Aktivitäten, von der Jungschargruppe, über die katholische Jugend, der Mütterrunde, dem Pfarrcafe bis zur Seniorengruppe ausreichend Platz. Vielleicht gelingt es zu einem späteren Zeitpunkt auch den Außenraum zwischen dem neuen Pfarrhof und der Kirche durch den Rückbau der Kirchengasse in diesem Bereich neu zu gestalten und das schon öfters in den Raum gestellte Kirchenviertel zu verwirklichen.

Längerfristig sind auch neue Nutzungen für die Liegenschaft des ehemaligen Gemeindeamtes der Gemeinde Ganz bis zum Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Mürzzuschlag und zum Busbahnhof, der im Zuge des Semmeringbasistunnels zum neuen Bahnhofe verlegt wird, zu überlegen. Das Areal liegt sehr verkehrsgünstig am Kreisverkehr zur Mariazeller und zur Frachten Straße und fußläufig zum Stadtzentrum. Neue Geschäfte, öffentliche Einrichtungen und Stellplätze für Kraftfahrzeuge würden sich für dieses Gebiet besonders anbieten und die Innenstadt zusätzlich beleben. Auch wenn die Umsetzung solcher Ideen bestimmt noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, sind rechtzeitig die Weichen für eine gute Stadtentwicklung zu stellen. Gerade dann, wenn eine Stadt nicht wächst ist es besonders wichtig die bestehenden Strukturen zu erhalten und verdichten, anstatt neue Flächen zu erschließen.

Der Neubau des Pfarrsaales stellt somit einen wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung von Mürzzuschlag dar.