Foto: Th. Baumann

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Viele Bürger aus dem ehemaligen Jugoslawien und anderen Ländern sind uns im Laufe der Jahre zu Freunden geworden und werden längst als Mürzzuschlager gesehen. In den Schulen und Vereinen und in vielen Berufen sind sie nicht mehr wegzudenken und helfen uns, den Bevölkerungsrückgang der letzten Jahre auszugleichen.

Menschen, die aus ihren Heimatländern vertrieben oder verfolgt werden und als Asylwerber um Schutz ansuchen, bedürfen auch unserer Solidarität. Bei diesen Personengruppen sind jedoch zumeist viele Dinge ungeklärt und es kann jede Kommune nur eine beschränkte Anzahl von Personen unterbringen. Unsere Stadt und unsere Region hat dazu ihren Beitrag geleistet, in Mürzzuschlag leben derzeit rund 130 Asylwerber. Der Gemeinderat hat daher im Vorjahr eine Resolution zur solidarischen Verteilung von Asylwerbern in allen Gemeinden der Steiermark beschlossen und das Land Steiermark zur Umsetzung aufgefordert. Die in Mürzzuschlag lebenden Asylwerber werden gut betreut, besondere Vorkommnisse oder negative Auswirkungen für die Bevölkerung sind mir mit Ausnahme von verschiedenen Kleinigkeiten nicht bekannt.

Besonders verdienstvoll ist es, wenn sich engagierte Bürgerinnen und Bürger bereit erklären, ehrenamtlich für Menschen, die unsere Sprache lernen wollen, einsetzen und Deutschkurse abhalten. Die Deutschkurse haben sich im Rahmen des Projektes „Zusammenleben in Vielfalt“, das die Stadtgemeinde initiiert hat, entwickelt und werden seit 2 Jahren sehr erfolgreich durchgeführt. Die erwachsenen Schülerinnen und Schüler sind mit großem Interesse und Ehrgeiz bei der Sache, ich konnte mich bereits von den Erfolgen persönlich überzeugen. Wenn jede Gemeinde den Beitrag leistet, den sie verkraften kann und es gelingt, ein positives Klima für die schwierige Frage der Zuwanderung und des Schutzes für Asylwerber zu erzeugen, kann das Zusammenleben in der Gemeinde gut gelingen.