Durch die rasche und richtige Reaktion unserer Einrichtungen und die Disziplin unserer Bürgerinnen und Bürger ist Mürzzuschlag sehr gut durch die Coronakrise gekommen. Besonders wichtig ist, dass die beiden Pflegeheime unserer Stadt vor jedem Infektionsrisiko geschützt wurden. Die Maßnahmen konnten in der Zwischenzeit wieder gelockert werden, das in der Vergangenheit im Heim angesiedelte Wahllokal für die Gemeinderatswahl am 28. Juni wurde aber in die Rosegger – Schule verlegt. Rechtzeitig vor dem Feiertag wird nächste Woche auch das Vivax Hallenbad unter Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen wieder geöffnet, die Sauna muss noch einige Zeit geschlossen bleiben.

Beeindruckend war für mich auch der neue Zusammenhalt in unserer Stadt. Spontan haben sich Initiativen, wie z.B. „Gemeinsam Für Mürzzuschlag“ gebildet, wo Einkaufshilfen und gegenseitige Unterstützungen organisiert wurden. Horst Berger hat mit seinem Team von Twin Media über mehrere Wochen das Format „Mürz mach Info“ über das Kabelnetz angeboten, viele Menschen, die zu Hause bleiben mussten hatten top Informationen, 24 Stunden am Tag. Die Handels- und einige Gastronomiebetriebe haben ein Lieferservice auf die Beine gestellt.

Nun gilt es die heimische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und die Arbeitsplätze abzusichern. Gleichzeitig muss die Stadtgemeinde mit großen Einnahmensverlusten zurechtkommen, wodurch Fördermaßnahmen und Subventionen sehr gut und in verträglichem Maße eingesetzt werden müssen – populistische Schüsse aus der Hüfte würden zu Gebührenerhöhungen auf anderer Seite führen, schließlich müssen die Steuermittel von uns allen sorgfältig verwendet werden. Die Unterstützung unserer Klein- und Mittelbetriebe in Form einer „Soforthilfe“ und die Aktion zum Erwerb von verbilligten Mürztaler – Gutscheinen ist im laufenden Budget geplant, bedeckt und somit leistbar.

Die zukunftsweisenden Projekte, wie der Semmeringbasistunnel, der Neubau der Sparkasse Mürzzuschlag samt Wohnungen, der Neubau des Merkurmarktes, des Dienstleistungszentrums und unsere Initiativen zum Wohnbau sind durch die Coronakrise nicht gefährdet und werden in den nächsten Monaten gestartet.