Nicht immer war es möglich über die Regierung des Landes abzustimmen. Hinzugehen und teilzunehmen ist wohl die wichtigste Entscheidung am kommenden Sonntag. Aus meiner Sicht kann es bei der eigenen Stimmabgabe nur darum gehen, welcher Gruppe oder Partei man sich am meisten verbunden fühlt. Die Begriffe Denkzettelwahl oder Abstrafen halte ich für eher absurd. Es geht um die Zukunft und um die Gestaltung der nächsten Jahre. Zu entscheiden ist, welche Themen mir wichtig sind und möglichst gut vertreten werden sollen. Ist es der Wunsch nach einem fair bezahlten, sicheren Arbeitsplatz, der Sicherstellung unseres auf sehr hohem Niveau verfügbaren Gesundheitssystem oder vielleicht die gerechte Verteilung unseres Wohlstandes zur Aufrechterhaltung einer solidarischen Gesellschaft in unserem Land?

Es können auch andere Themen sein, die für jeden einzelnen von besonderer Bedeutung sind. Wichtig ist jedenfalls in Ruhe und Besonnenheit zu entscheiden, ohne sich von den teilweise schon recht nervigen Wahlkampfreden in die Irre führen zu lassen. Wenn man die Aussagen der letzten Wochen ernst nehmen würde, müsste man glauben, Österreich sei ein gefährliches Land, in dem alles darniederliegt und kaum Chancen auf eine gute Zukunft bestehen würden. Das Gegenteil ist der Fall! Wir sind eines der reichsten und sichersten Länder auf dieser Welt, haben eines der besten Gesundheitssysteme und einen hohen sozialen Standard. Gerade in unserer Region in der Obersteiermark haben wir Industriebetriebe, die in einigen Branchen Weltmarktführer sind. Unsere Bundeshauptstadt Wien wird nach wie vor als Weltkulturhauptstadt gesehen, viele junge Menschen aus aller Welt möchten bei uns studieren, unsere Facharbeiterausbildung wird von vielen Ländern als Vorbild genommen.

Die Liste der Besonderheiten ließe sich noch lange fortsetzen. Es geht auch nicht darum, Probleme wegzureden. Natürlich gibt es viel zu tun. Ein gutes Ergebnis kann aber nur gelingen, wenn wir die konstruktiven Kräfte unterstützen und mit Zuversicht nach vorne schauen. Der erste Schritt dazu ist die richtige Entscheidung bei der Nationalratswahl am Sonntag!