Das heutige Kunsthaus war eine aus dem Jahr 1648 stammende, aufgelassene Franziskanerkirche, die als Lagerraum genutzt wurde. Die historische Bausubstanz wurde 1991 für die Landesausstellung umgebaut, das Gebäude wurde nach der Ausstellung an die Gemeinde übergeben. Die Stadt hat das Gebäude an die damals neu gegründete Kunsthaus Mürz GmbH verpachtet und große  Teile des Kulturprogramms ausgelagert. Seit dieser Zeit bekommt die Kunsthaus Mürz GmbH für den Erhalt des Hauses und die jährlichen Programme Subventionen, die sie durch ihr eignes Geschick vervielfacht und zum Wohl der Stadt einsetzt. Immer wieder wird über die Unterstützung der Stadt diskutiert, die Gemeinde könnte allerdings mit den eingesetzten Mitteln das Haus nicht erhalten und keine annähernd gleichwertigen Programme gestalten. Durch die qualitativ hochwertige Arbeit gelingt es dem Kunst Mürz jedes Jahr Förderungen von Bund, Land und EU, sowie Sponsorgelder von dritten zu lukrieren. Voraussetzung für den Erhalt von Bundesmitteln ist die Unterstützung der Gemeinde, in Summe gelingt es dem Kunsthaus jedes Jahr, das von der Gemeinde bereitgestellte Budget in achtfacher Höhe zu vermehren, die Wertschöpfung bleibt dabei zu 75% in Mürzzuschlag! 

Das Kunsthaus hat im letzten Jahr 95 Veranstaltungen angeboten, bei denen 9.100 Besucher gezählt wurden. Jährlich gibt es 3 Musikzyklen, Ausstellungen und Literaturprojekte, für unsere Kinder wird in Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen die Kunstschule angeboten. Die Kunsthaus Mürz GmbH sichert 11 Arbeitsplätze, vermietet zu sehr günstigen Konditionen die Räumlichkeiten für den Carla – Laden und das Lerncafe und ist auch ein Wirtschaftsfaktor in unserer Stadt.

Neben dem Kulturangebot für die Bevölkerung unserer Stadt ist das Kunsthaus als Botschafter von Mürzzuschlag weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und hat durch seinen Beitrag zum Imagewandel von Mürzzuschlag eine wichtige Rolle zur Bewältigung der Stahlkrise in den 1980er Jahren eingenommen.