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Jeden ersten Samstag im Monat kommen einige Gemeinderatskollegen und ich zu einem informellen Austausch mit den Mürzzuschlagerinnen und Mürzzuschlagern auf den Stadtplatz. Dabei wollen wir die Anliegen unserer Bürger erfahren, aktuelle Themen diskutieren und ganz einfach zuhören. Viele Anliegen betreffen kleinere Ärgernisse, wie ein klappernder Kanaldeckel, ein Loch in der Straße oder eine kaputte Straßenlaterne. Einige Besucher bei unserem Stehtisch bedauern, dass das Engagement der öffentlichen und halböffentlichen Einrichtungen immer wieder zurück genommen wird. Die Volkshochschule bietet nach Meinung einer lernfreudigen Mürzzuschlagerin jedes Jahr weniger Kurse an, die Bahn verringert zum Bedauern vieler immer wieder ihr Angebot im Bereich des Nahverkehrs und trotz unseres guten Angebotes von Fachärzten wünscht sich so mancher noch einen Hautarzt in unserer Stadt. Besonders erfreulich sind die Besuche jener Damen und Herren, denen es ein Anliegen ist, uns mitzuteilen, dass sie sich in Mürzzuschlag sehr wohl fühlen und besonders gerne hier leben wollen. Ein älterer Herr, der bereits in Pension ist, hat mir erzählt, er würde versuchen, möglichst alle Veranstaltungen unserer Stadt zu besuchen, dies sei aber wegen des großen Angebotes nicht möglich.

Dieser unmittelbare Kontakt mit den Menschen ist der interessanteste Teil der Arbeit eines Bürgermeisters. Auch kritische Fragen, Beschwerden oder Dinge, die leider nicht verändert werden können, lassen sich im persönlichen Gespräch klären. Wie man auch im Volksmund sagt, lässt sich alles ausreden.