Das ist die Schlagzeile zum einstimmigen Beschluss des REV Vorstandes von voriger Woche. Damit wird den Mitgliedsgemeinden geholfen, das durch die Corona Krise entstandene, außergewöhnliche Haushaltsjahr 2020 zu bewältigen. Alle Gemeinden müssen im heurigen Jahr mit dramatischen Ausfällen ihrer Einnahmen rechnen und dennoch alle Aufgaben für die Bevölkerung in der gewohnten Qualität erledigen. Jede Gemeinde entscheidet autonom über die Verwendung der bereitgestellten Mittel. Gleichzeitig steht das fachkundige Team des REV für die Abwicklung von Projekten und die Prüfung ob weitere EU Projekt-Förderungen, z.B. aus dem LEADER Programm möglich sind, zur Verfügung. Ich bin überzeugt, dass alle Gemeinden die im Budget nicht geplanten Sondereinnahmen sehr verantwortungsvoll entsetzen werden.

Der regionale Entwicklungsverband wurde vor 40 Jahren, anlässlich der Krise der verstaatlichten Industrie gegründet. Damals sind tausende Arbeitsplätze verloren gegangen, der REV hat neben anderen Projekten arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sehr erfolgreich umgesetzt. Daraus ist ein Unternehmen für Zeitarbeitskräfte entstanden, das nach einigen Jahren wieder verkauft wurde. Der Verkaufserlös wurde durch den gemeinnützigen Verein viele Jahre sehr verantwortungsvoll verwaltet, nur die Zinserträge sind in neue Projekte geflossen. Viele Projekte, wie zuletzt die Schaffung von 45 km gut ausgeschilderten und rechtlich abgesicherten Mountainbikestrecken und die Anschaffung von Ladestationen für E-Bikes werden durch die Inanspruchnahme von EU Fördermitteln finanziert, die Projekte tragen sich samt den eingesetzten Personalkosten im Wesentlichen selbst. Die Dimension der jetzigen Krise ist so einschneidend, dass es gerechtfertigt ist 1 Million des Vereinsvermögens, aufgeteilt auf die jeweilige Einwohnerzahl an die Mitgliedsgemeinden auszubezahlen.