Bild: Screenshot www.orf.at

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„Die letzten Arbeiter“, so lautet der Untertitel der Sendung „Am Schauplatz“ am 14. Jänner 2016. Sie wird um 21 Uhr 05 in ORF 2 ausgestrahlt. Eigentlich sollte die Sendung heißen „Die ersten Arbeiter“, finde ich. Die Dreharbeiten haben schon gezeigt, dass die Reporter Robert Gordon und Julia Kovarik alles mit der Brille der achtziger Jahre beleuchtet haben, nur Beweise dafür gesucht haben, dass ihre Arbeitsthese des Niedergangs stimmt. Wenn sich bewahrheitet, dass nur „das Letzte“ gezeigt wird und nicht, wo wir „Erster“ sind, dann werden wir alles tun, um das Bild zurecht zu rücken. Stimmt schon, der Strukturwandel hat uns getroffen. Aber Niedergang war es keiner. An der positiven Entwicklung von Mürzzuschlag waren die Redakteure nicht interessiert. Aber wir alle wissen, dass wir den Wandel besser als viele andere Regionen in Europa bewältigt haben und lassen uns das nicht schlechtreden.

Die ersten Arbeiter

Unser Leitbetrieb, die Böhler Bleche GmbH ist mit vielen innovativen Produkten Weltmarktführer. Sie werden von 500 unserer Facharbeiter hergestellt, auf die wir alle stolz sind. Die Exportquote ist über 90%. Rund herum sind erfolgreiche junge Nachfolgebetriebe entstanden. Der Industriepark Hönigsberg ist der beste Beweis dafür, was die Bewohnerinnen und Bewohner von Mürzzuschlag und der Region auf die Beine gestellt haben. Da sind wir Erster.

Ja, manche weinen einer vergangenen Zeit nach. Und das wird in der Sendung zu sehen sein. Aber wichtig ist das Engagement von all jenen, die tagtäglich daran arbeiten, Mürzzuschlag als eine lebenswerte Stadt zu erhalten und auszubauen. Man kann in Mürzzuschlag einkaufen, anders als in manchen Gemeinden im Speckgürtel von Wien, wohnen ist leistbar, mit unseren Stadtsälen, Schulen, Kindergärten und dem Vivax, gibt es ein ausgewogenes Angebot für Familien, Senioren und Sportler. Wir werden uns die Sendung „Die letzten Arbeiter“ anschauen, aber die ersten Arbeiter hochleben lassen.